Max und Moritz in Weißenburger Mundart

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MAX UND MORITZ nach Wilhelm Busch in Weißenburger Mundart frei übertragen von Ulf Beier Vorwort Bevor dass i uufang Ach, was muss man oft von bösen Naa, was is däis fiar a Gschroa Kindern hören oder lesen! mid de Lausboubn, däis is woa(r). Wie zum Beispiel hier von diesen, obba* zwoa haschd nonni gsehgn, (* = aber) welche Max und Moritz hießen, däis san Max und Moritz gween. die, anstatt durch weise Lehren, ruuzfrech warns, habn Bläidsinn gmachd sich zum Guten zu bekehren, und na habns nu drieber glachd. oftmals noch darüber lachten Ja, bei jeder Lumberei und sich heimlich lustig machten. – warn däi allwal glei dabei. Ja, zur Übeltätigkeit, Leid* derbleggn, Viecher quäln, (* = Leute) ja, dazu ist man bereit! Äbfl, Biern und Zwedschgn stöln, Menschen necken, Tiere quälen, däis is frali glei vül schenna, Äpfel, Birnen, Zwetschgen stehlen, obba dass si s‘ ned verbrenna! das ist freilich angenehmer In d‘ Kirch, dou kunnschd a’s ned nei loggn, und dazu auch viel bequemer, dass si si gscheid hi solln hoggn. als in Kirche oder Schule D’ Schöll is eahna blouß a Graus. festzusitzen auf dem Stuhle. – D’ Bausn* meegn s‘ und dass bal aus. (* = Pausen) Aber wehe, wehe, wehe, Obba wa(r)ds nea bis zun End, wenn ich auf das Ende sehe, Bärschli, habd’s eich gscheid verbrennd, dieses war ein schlimmes Ding, wal dou gäihd’s eich an d’n Kroogn, wie es Max und Moritz ging. – mäiha* is edz ned zun Soogn. (* = mehr) Drum ist hier, was sie getrieben, Drum is aufgmold und aa gschriebn, abgemalt und aufgeschrieben. was däi Sauboum alls habn driebn.

Erster Streich D‘ ärschde Lumberei

Mancher gibt sich viele Müh Mancher blouchd si fei scho gescheid mit dem lieben Federvieh: mid die Henna, glabd s‘ as, Leid. Einerseits der Eier wegen, Ärschdns, wal s‘ die Gaggerli kräign, welche diese Vögel legen, wo s‘ in d‘ Neschder nei doun läign. zweitens, weil man dann und wann Zwoadns habn s‘ a Fleisch aa druu, einen Braten essen kann; dass ma ‘n Broudn essn kuu. drittens aber nimmt man auch Driddens willschd die Feddern hald; ihre Federn zum Gebrauch kanner lichd ned su gern kald. in die Kissen, in die Pfühle, denn man liegt nicht gerne kühle. –

Seht, da ist die Witwe Bolte, Seegds, die Widfrau Boldi dou, die das auch nicht gerne wollte. ihre Henna machen s‘ frouh. Ihre Hühner waren drei Grod von dene had s‘ blouß drei und ein stolzer Hahn dabei. und an Giecher aa dabei. Max und Moritz dachten nun, Max und Moritz habn sie dengd, was ist hier jetzt wohl zu tun? wäi ma däis edz bloß gscheid lengd, Ganz geschwinde, eins, zwei, drei, dass ma kräichd die Henna bald schneiden sie sich Brot entzwei, fiar an guadn Broudn hald. in vier Teile jedes Stück Ganz, ganz gschwind und oans, zwoa, drei wie ein kleiner Finger dick. schneidn si si Broudschdigg glei. Diese binden sie an Fäden, Und es wärn grood väia Schdigg, übers Kreuz, ein Stück an jeden, jeds als wäi a Finga digg. und verlegen sie genau Däi habn s‘ zamm mid Fäden bundn in den Hof der guten Frau. iebersch Kreiz. No(u) san s‘ verschwundn.

Kaum hat dies der Hahn gesehen, Wäi der Giecher siechd däi Broggn, fängt er auch schon an zu krähen: doud er glei de Henna loggn. Kikeriki, kikeriki!! Kikeriki schreid ‘s, dass an grausd, Tak, tak, tak, da kommen sie. obba d’ Henna kumma g’sausd, Hahn und Hühner schlucken munter doun si zu den Broud noo duggn jedes ein Stück Brot hinunter. und däi Schdiggli glei verschluggn. Aber als sie sich besinnen, Blädzli schiddln s‘ ihre Kepfli, konnte keines recht von hinnen. a Schnoua habn s‘ edz in die Krepfli. In die Kreuz und in die Quer Ganz verzweddeld, kreiz und quer, Reißen sie sich hin und her, reißn edzad hin und her. flattern auf und in die Höh‘, Allmächd, däi san ja ganz verdadderd ach herrje, herrjemine! in an Buugn in d‘ Häich nauf gfladderd. Ach, sie bleiben an dem langen, Allsamd bleibn s‘ in ihrer Haschd dürren Ast des Baumes hangen. hänga an am langa Aschd. Und ihr Hals wird lang und länger, Und ihr Hals wä(r)d lang und länger, ihr Gesang wird bang und bänger. und ihr Gschroa wä(r)d bang und bänger. Jedes legt noch schnell ein Ei, Gaggerli läign s‘ edz no gschwind, und dann kommt der Tod herbei. d’Aagn verdrahn s‘ und scho san s‘ blind. Blouß der Giecher lässt an Schieß; Edz san s‘ hi und däis is gwieß. Witwe Bolte in der Kammer D‘ Widfrau Boldi in der Kammer hört im Bette diesen Jammer. dengd si scho den Katzenjammer. Ahnungsvoll tritt sie heraus: Wäi s‘ na naus kummd aus n Haus, Ach, was war da für ein Graus! sachd s‘ blouß: „Edz is alles aus!“ „Fließet aus dem Aug‘, ihr Tränen! Greina mouß hald in an Fo(r) d, All mein Hoffen, all mein Sehnen, wäi s‘ die Henna sichd da do(r)d. meines Lebens schönster Traum „Vo meim Leben der schänschde Dram hängt an diesem Apfelbaum!“ hängd dou an den Abflbam!“ Tief betrübt und sorgenschwer Nacha r a Zeid gäihd ‘s ehr scho besser kriegt sie jetzt das Messer her, und sie huld a langs, scharfs Messer, nimmt die Toten von den Strängen, dass däi Viecher roo kuu(n) schneidn, dass sie so nicht länger hängen, nachad nimmd s‘ a s‘ af die Seidn, und mit stummem Trauerblick schdeggd s‘ a s‘ undern Arm feschd nei, kehrt sie in ihr Haus zurück. zrugg gäihd s‘ in ihr Haus na glei.

Dieses war der erste Streich, Däis woa(r) d‘ ärschde Lumberei, doch der zweite folgt sogleich. obba d‘ zwoade kummd edz glei.


Zweiter Streich D‘ zwoade Lumberei

Als die gute Witwe Bolte D‘ Boldi had si na dafangd. sich von ihrem Schmerz erholte, As Greina had ehr ezd scho g’langd. dachte sie so hin und her, Und dou ieberleechd si si wie es wohl das Beste wär, „Ja, de Henna, däi san hi, die Verstorbnen, die hienieden, obba broudn, däis kuu(n) ma s‘ no schon so frühe abgeschieden, und aa essn derf ma s’ do.“ ganz im Stillen und in Ehren gut gebraten zu verzehren. – Freilich war die Trauer groß, Grupfd und naggerd läign s‘ edz dou, als sie nun so nackt und bloß mei, wäi warn däi Viecher frouh, abgerupft am Herde lagen, wäi s‘ a weng im Huuf mitnand sie, die einst in schönen Tagen gscha(r)d in Dreeg habn und in Sand bald im Hofe, bald im Garten oder aa in Ga(r)ddn drauß, lebensfroh im Sande scharrten. edzadla is alles aus! Ach, Frau Bolte weint aufs Neu, Wäi s‘ dou sichd, däi do(u)dn Henna, und der Spitz steht auch dabei. fangd s‘ glei wider uu zun Flenna.

Max und Moritz rochen dieses. Däi Sauboum haben den Broudn g‘rocha „Schnell aufs Dach gekrochen!“, hieß es. und san schnöll aufs Dooch naufkrocha. Durch den Schornstein mit Vergnügen Ui, da schaua s‘ durch ‘n Schlot sehen sie die Hühner liegen, auf die Henna kerzagrood,. die schon ohne Kopf und Gurgeln wäi däi ohne Käpf und Gurgeln lieblich in der Pfanne schmurgeln. – safti in der Pfanna schmurgeln. –

Eben geht mit einem Teller Mit an Läffl und an Deller Witwe Bolte in den Keller, gäihd die Boldi noo in Keller, dass sie von dem Sauerkohle wo si si vom Sauerkraud eine Portion sich hole, an Batzn auf ihrn Deller haud. wofür sie besonders schwärmt, Am läibschdn mooch si ‘s, däis is gwieß, wenn er wieder aufgewärmt. wenn ‘s na wieder aufgwarmd is. Unterdessen auf dem Dache In der Zeid, droobn aufn Dooch ist man tätig bei der Sache. bei der Ärwad, goa ka Frooch, san der Moritz und der Max; edz wärd g’schaffd und goa ned lax. Max hat schon mit Vorbedacht Der Max, der Kerl, der dengt voraus eine Angel mitgebracht. und leechd edz sei Angl aus. Schwupdiwup! Da wird nach oben Schwubb! Däis had scho glei highaud, schon ein Huhn heraufgehoben. der ärschde Giecher is scho g‘klaud. Schwupdiwup! Jetzt Numro zwei, Schwubbdiwubb! der zwoade scho,

Schwupdiwup, jetzt Numro drei,		Schwubbdiwubb! Der dridde no.

und jetzt kommt noch Numro vier. Und dou kummd die vä(r)de Nummer, Schwupdiwup! Dich haben wir! Edz mäjn s‘ schnöll vom Dooch rookumma. Zwar der Spitz sah es genau Der Schbids*, der had däis g’sehgn genau (*= Spitz) und er bellt: Rawau! Rawau! und er bölld : Wauwau, wauwau! Aber schon sind sie ganz munter fort und von dem Dach herunter.

Na, das wird Spektakel geben, Edz bass auf die Gaudi auf, denn Frau Bolte kommt soeben; denn die Boldi kummd grood nauf. angewurzelt stand sie da, Wäi sie af die Pfanna schaud, als sie nach der Pfanne sah. hädd si ‘s glei na(ch hindn g’haud. Alle Hühner waren fort. – „Woos? Allmächd!“ Is däis a Schregg, „Spitz!“ – Das war ihr erstes Wort. Alli Giecherli san weg. „O, du Spitz, du Ungetüm! „Däis kuu(n) blouß der Schbids gween sei!“, Aber wart, ich komme ihm!!“ – nimmd an Läffl, haud nan glei Mit dem Löffel, groß und schwer, af sei Föll und schimpfd und flouchd, geht es über Spitzen her. dass der blouß die Hausdür souchd. Laut ertönt sein Wehgeschrei, Laud kuu(n)schd häian*, wäi er schreid: (* = hören) denn er fühlt sich schuldenfrei. „I kuu(n) nix dafier, ihr Leid!“* (= Leute)

Max und Moritz im Verstecke Max und Moritz hindern Strauch schnarchen heimlich an der Hecke, schloufn scho mid’n diggn Bauch; und vom ganzen Hühnerschmaus und vom ganzn Giecherschmaus guckt nur noch ein Bein heraus. schaud grood no a Boala* raus. (* = Beinchen)

Dieses war der zweite Streich, Däis woa(r) d‘ zwoade Lumberei, doch der dritte folgt sogleich. obba d‘ dridde kummd edz glei.







Dritter Streich D‘ dridde Lumberei

Jedermann im Dorfe kannte Jeder doud in Dorf oan kenna, einen, der sich Böck benannte. wo si Willi Beck doud nenna. Alltagsröcke, Sonntagsröcke, Schneider is der guade Muu, lange Hosen, spitze Fräcke, oaner, der wo alles kuu. Westen mit bequemen Taschen, Wergdoochskiddel, Sunndichsgwand, warme Mäntel und Gamaschen, alles machd er mitanand. alle diese Kleidungssachen Blouß a Gschlumb, däis machd er ned, wusste Schneider Böck zu machen. der is fleißi und ned bläid. Oder wäre was zu flicken, Haschd a Drumm zun Fliggn, heid,* (* = heute) abzuschneiden, anzustücken gehschd zun Beck, der machd der’s gscheid, oder gar ein Knopf der Hose is a Huusagnubf ned dou, abgerissen oder lose, der Beck, der hülfd, mei läiber Bou. wie und wo und wann es sei, Bassd was ned, na richd er ‘s glei, hinten, vorne, einerlei, hindn, vornerd, worschd is fei, alles macht der Meister Böck, alles machd der Beckn-Schneider, denn das ist sein Lebenszweck. kö(r)zer, länger, enger, weider.

Drum, so hat in der Gemeinde Im Dorf a jeder mooch an Beck; jedermann ihn gern zum Freunde. as Schneidern is sei Lebenszweck. Aber Max und Moritz dachten, Der Max und Moritz aber dengn: wie sie ihn verdrießlich machten. „Woll ma‘n Beck im Booch versengn?“ Nämlich vor des Meisters Hause Nämli dou vom Beck sein Haus floss ein Wasser mit Gebrause, schausd grood auf a Bachla naus. übers Wasser führt ein Steg ‘s Bachla houd a weng a Brugg, und darüber geht der Weg. dou kuu(n)schd niewer* und a zrugg. (* = hinüber)

Max und Moritz gar nicht träge Max und Moritz sagn däi Bredder sägen heimlich mit der Säge faschd ganz durch, Greiz-Dunnerwedder, ritzeratze voller Tücke mid der Sag grood ritzeratz, in die Brücke eine Lücke, glei is g’schehng, däis gähd ratzfatz. Als nun diese Tat vorbei, Laud deans schreia mid Geblegg: hört man plötzlich ein Geschrei: „Drau di raus, du Goaßn-Beck!“ „He, heraus! Du Ziegen-Böck! Schneider, Schneider, meck, meck, meck!“ Alles konnte Böck ertragen, Der Beck, der kuu(n) scho vül verdroogn, ohne nur ein Wort zu sagen, ned so schnöll schloochd’s auf sein Moogn, aber wenn er dies erfuhr, obba däis, däis woar na z’vül; ging’s ihm wider die Natur. Aa der Beck hod no a Gfül.* (* = Gefühl)

Schnelle springt er mit der Elle Mid der Elln in der Händ über seines Hauses Schwelle, kummd er aus sein Haus nausgrennd, denn schon wieder ihm zum Schreck denn scho wieder – su a Schregg – tönt ein lautes: „Meck, meck, meck!“ schreia d’ Sauboum: „Meck, meck, meck!“ Und schon ist er auf der Brücke, Kummd auf d‘ Bruggn, däi brichd zamm. kracks, die Brücke bricht in Stücke; Däis wolldn doch däi zwoa blouß ham, wieder tönt es: „Meck, meck, meck!“, schreia wider: „Meck, meck, meck!“ plumps, da ist der Schneider weg. Edzad is der Schneider weg.

Grad als dieses vorgekommen, Wäi er aufdauchd, sichd er glei kommt ein Gänsepaar geschwommen, grod zwou Gäns, däi baggd er fei, welches Böck in Todeshast und däi zäign nan naus an Rand krampfhaft bei den Beinen fasst. ausn Wasser, hie aufs Land. Beide Beine in der Hand flattert er auf trocknes Land. Übrigens bei alledem Naa, im Booch a suu a Bood ist so etwas nicht bequem; is nix Gscheids, ja glabschd es grood. wie denn Böck von der Geschichte Der Beck, der houd vo dera Gschichd auch das Magendrücken kriegte. gscheid as Moogndruggn krichd. Hoch ist hier Frau Böck zu preisen, Dou hülfd d‘ Becki, dass d‘ es woaßt, denn ein heißes Bügeleisen ihr Biegleisn is schäi hoaß. auf den kalten Leib gebracht Auf sein Bauch fahrd s‘ hi und her, hat es wieder gut gemacht. ja däis hülfd an Beck scho sehr. Bald im Dorf hinauf, hinunter, Bal* in Dorf hassd’s nauf und noo: (* = bald) hieß es: Böck ist wieder munter! Der Beck is wider gsund und fro(u)h!

Dieses war der dritte Streich, Däis woa(r) d‘ dridde Lumberei, doch der vierte folgt sogleich. obba d‘ vä(r)de kummd edz glei.

















Vierter Streich D‘ vä(r)de Lumberei

Also lautet ein Beschluss, Also, dass ehr’s* edz glei wissd, (* =ihr es) dass der Mensch was lernen muss. dass ehr fei was lerna missd. Nicht allein das ABC Ned alloa as ABC bringt den Menschen in die Höh‘; mäißd ehr lerna, däis waar schee; nicht allein im Schreiben, Lesen und as Lesn und as Schreibn übt sich ein vernünftig Wesen; is ned blouß zun Zeidverdreibn. nicht allein in Rechnungssachen Aa as Rechna mouschd no kenna, soll der Mensch sich Mühe machen, dass di ned an Debbn nenna. sondern auch der Weisheit Lehren Und däis ganze Zeich und Woa(r) muss man mit Vergnügen hören. sull di gfreia* – is däis kloa(r)? (* = freuen) Dass dies mit Verstand geschah, Der Lehrer Lämblein had sei Plooch war Herr Lehrer Lämpel da. mid die Kinner heidzadooch.* (*= heutzutage)

Max und Moritz, diese beiden, Dass aa d‘ Weisheid helfa doud, mochten ihn darum nicht leiden, dou habn d’ Ruuzboubn nix am Houd. denn wer böse Streiche macht, Denn wer Bläidsinn machd no mehra, gibt nicht auf den Lehrer acht. schaud ganz gwieß ned aufn Lehrer.

Nun war dieser brave Lehrer Oans had unna Lehrer brauchd, von dem Tobak ein Verehrer, er had gern sei Pfeifla grauchd, was man ohne alle Frage was ma nach dem Gwerch am Dooch nach des Tages Müh‘ und Plage mid der Mäih und dera Plooch einem guten alten Mann unnan guadn aldn Muu auch von Herzen gönnen kann. aa vo Herzn genna kuu. Max und Moritz unverdrossen Däi zween Lausboubn obba schaua: sinnen aber schon auf Possen, Kemma* den ned oans drauf haua? (* = können wir) ob vermittels seiner Pfeifen Gäihd’s vielleichd mid sana Pfeifn, dieser Mann nicht anzugreifen. dass den Aldn dou kunnschd greifn?

Einstens, als es Sonntag wieder, Z’mal am Sunndi, däis is schäi, und Herr Lämpel, brav und bieder, wenn hald d‘ Leid in d‘ Kerch nei gäih, in der Kirche mit Gefühle hoggd der Lämblein mid vül Gfül saß vor seinem Orgelspiele, grood nu bei san Orglschbül, schlichen sich die bösen Buben egsdrig heid* – es is a Graus, (*extra heute) in sein Haus und seine Stuben, schleichn d’ Boum si nei ins Haus, wo die Meerschaumpfeife stand; sei Pfeifn schdehd do(r)d an der Wänd, Max hält sie in seiner Hand, der Max häld s‘ scho in seiner Händ. aber Moritz aus der Tasche Der Moritz huuld aus seiner Daschn zieht die Flintenpulverflasche schnöll a vulla Bulverflaschen, und geschwinde, stopf, stopf, stopf! und ganz gschwind na schdobf, schdobf, schdobf! Pulver in den Pfeifenkopf. – Bulver nei in Pfeifnkobf! Jetzt nur still und schnell nach Haus‘, Und edz gschwind naus ausn Haus, denn schon ist die Kirche aus. wal de Kerch, däi is scho aus.

Eben schließt in sanfter Ruh‘ Sigschd, edz schberrd mid ganz vül Rouh Lämpel seine Kirche zu. der Lämblein d’Kerchadür grood zou. Und mit Buch und Notenheften Undan Arm sei Zeich und Woa(r) nach besorgten Amtsgeschäften sabbd er zfriedn ganz und goa(r) lenkt er freudig seine Schritte hoam, rechd gmiedli* zu san Haus, (* = gemütlich) zu der heimatlichen Hütte denn sei Ärwad is edz aus. lassd as Wä(r)dshaus fei lings läign, heid, dou doud er ned oobäign*, (* = abbiegen) und voll Dankbarkeit sodann Und vull Dangbarkeid, der Muu zündet er sein Pfeifchen an. zind si na sei Pfeifla uu. „Ach!“, spricht er: „Die größte Freud‘ „Ach!“, sachd er: „Die größte Freud‘ ist doch die Zufriedenheit!“ ist doch die Zufriedenheit!“

Rums! – Da geht die Pfeife los Rums! – Dou schebberd’s, umadum mit Getöse schrecklich groß. doud’s an Schlooch und alls falld um. Kaffeetopf und Wasserglas, Kaffedassn, Wasserglasla, Tabaksdose, Tintenfass, Dabagsdusn, Dindnfassla, Ofen, Tisch und Sorgensitz – Uufn, Diesch und Kanabee, alles fliegt im Pulverblitz. alls haud’s um, o jemminee!

Als der Dampf sich nun erhob, Wäi der Rauch na wechzuugn is, sieht man Lämpel, der, gottlob, sichd ma’n Lämblein, däis is gwieß, lebend auf dem Rücken liegt, wäi er afn Buudn flaggd, doch er hat was abgekriegt. obba ‘s had‘n gscheid derbaggd. Nase, Hand, Gesicht und Ohren D’Nosn, d’Ouern, d’Händ und‘s Gsichd, sind so schwarz als wie die Mohren; allmächd, wäi is der Muu zammgrichd! und des Haares letzter Schopf Nix mehr sigschd* vo seine Houer*, (* = siehst du; Haaren) ist verbrannt bis auf den Kopf. oobrennd san s‘ bis zu de Ouer*. (* = Ohren)


Wer soll nun die Kinder lehren Wer sulld edzad d‘ Schöll nu haldn und die Wissenschaft vermehren? und in Dorf as Lebn no gschdaldn*? (* = gestalten) Wer soll nun für Lämpel leiten Um den Muu is wärgli schood, seine Amtestätigkeiten? Lehrermangel hom ma grood. Woraus soll der Lehrer rauchen, Mid wos sull der Lehrer raugn, wenn die Pfeife nicht zu brauchen? wenn er d‘ Pfeifn ned kuu(n) braugn? Mit der Zeit wird alles heil, Der Lämblein wä(r)d scho wider gsund, nur die Pfeife hat ihr Teil. blouß die Pfeifn is am Hund.

Dieses war der vierte Streich, Däis woa(r) d‘ värde Lumberei, doch der fünfte folgt sogleich. obba d‘ fimfde kummd edz glei.








Fünfter Streich D‘ fimfde Lumberei

Wer in Dorfe oder Stadt Haschd an Onggl in der Schdood, einen Onkel wohnen hat, na mouschd heefli sei, fei grood, der sei höflich und bescheiden, und bescheidn sollschd aa sei, denn das mag der Onkel leiden. na mooch di der Onggl glei. Morgens sagt man: „Guten Morgen! In der Fräih winschd: „Guadn Moign! Haben Sie was zu besorgen?“ Braugschd was, mou i da was b’sorgn?“ Bringt ihm, was er haben muss, Bringschd n’am, mai, wäi gfreid si der, Zeitung, Pfeife, Fidibus. ‘s Weißaburcher Doochbladd her. Oder sollt‘ es wo im Rücken Oder wenn’s am Buggl juggd, drücken, beißen oder zwicken, beißn doud oder aa druggd, gleich ist man mit Freudigkeit glei schaffschd su mid groußer Freid, dienstbeflissen und bereit. dass der Onggl had koa Leid. Oder sei’s nach einer Prise, dass der Onkel heftig niese, Wenn der Onggl näist ganz laud, ruft man „Prosit!“ alsogleich. sagschd na „Helfgodd!“, dass er schaud. „Danke!“ – „Wohl bekomm es Euch!“ Oder kommt er spät nach Haus, Oder kummd er hoam erschd schbaad, zieht man ihm die Stiefel aus, zäichd ma‘ n d’ Schdiefl aus, agrad*, (* = akurat) holt Pantoffeln, Schlafrock, Mütze, huld sei Gschlumb und huld sei Schlabbn, dass er nicht im Kalten sitze. mou er strimbferd* ned rumsabbn. (* = in Strümpfen) Kurz, man ist darauf bedacht, Sooch, wäi ‘s is: Der Onggl mooch was dem Onkel Freude macht. däis, was Freid machd alle Dooch.

Max und Moritz ihrerseits Max und Moritz, freili däi fanden darin keinen Reiz. haben ka Luschd auf su a Mäih*, (* = Mühe) Denkt Euch nur, welch schlechten Witz macha läiwa bläide Widz machten sie mit Onkel Fritz. mid den guadn Onggl Fritz.

Jeder weiß, was so ein Mai- Faschd a jeda kennd an Mai- käfer für ein Vogel sei. käfer und gfreid si dabei. In den Bäumen hin und her In die Baam, ball nauf, ball noo, fliegt und kriecht und krabbelt er. kräicha s‘, fläign s‘ und krabbln s‘ roo. Max und Moritz immer munter Max und Moritz schüddeln s‘ fei schütteln sie vom Baum herunter. vo die Baam roo und doun s‘ glei In die Tüte von Papiere lewendig nei in Düüdn schdeggn sperren sie die Krabbeltiere. und dean s‘ nacherd under d‘ Deggn Fort damit und in die Ecke vo dem Onggl Fritz sein Bedd. unter Onkel Fritzens Decke! Hei, des gibd na glei a Gfredd*. (* = Plage)

Bald zu Bett geht Onkel Fritze Bal ins Bedd der Onggl gäihd, mit der spitzen Zipfelmütze; wal der is heid scho gscheid mäid. seine Augen macht der zu, Sei(ne Aagn, däi machd er zou hüllt sich ein und schläft in Ruh‘. und er moand, er schloufd in Rouh. Doch die Käfer, kritze, kratze, Doch die Käfer, gridzn, gradzn, kommen schnell aus der Matratze. kumma glei aus der Madradzn. Schon fasst einer, der voran, Schgo baggd oana, vorna druu, Onkel Fritzens Nase an. an Onggl Fritz sei Nosn uu. „Bau!“, schreit er, „was ist das hier?“ „Bau!“, schreid der, „Däis kuu(n) ned sei, und erfasst das Ungetier. Käfer, su a Lumberei!“

Und den Onkel voller Grausen Aus sein Bedd, glei mid oan Sidz, sieht man aus dem Bette sausen. hudzd der guade Onggl Fritz. „Autsch!“ – Schon wieder hat er einen „Audsch!“ A Käfer machd edz zwack im Genicke, an den Beinen. in am Onggl Fritz sein Gnagg. Hin und her und rundherum Hin und her und umadum kriecht es, fliegt es mit Gebrumm. kräichd’s und fläichd’s und machd brumm, brumm. Onkel Fritz in seiner Not Und der Onggl in der Noud

haut und trampelt alles tot.			haud und drambld alles doud.

„Guckste wohl, jetzt ist’s vorbei „Sigschd d’as, aus is und vorbei mit der Käferkrabbelei!“ mid der bläidn Grabbelei!“ Onkel Fritz hat wieder Ruh‘ Der Onggl edzad had sei Rou und macht seine Augen zu. und machd glei sei Aagn feschd zou.

Dieses war der fünfte Streich, Däis woa(r) d‘ fimfde Lumberei, doch der sechste folgt sogleich. obba d‘ segschde kummd edz glei.



















Sechster Streich D‘ segschde Lumberei

In der schönen Osterzeit, In da schäina Kärwazaid, wenn die frommen Bäckersleut‘ wenn da Begg na und sei Leid* (* = seine Leute) viele süße Zuckersachen Käichli, Kissli, Zuggawoa(r) backen und zurechte machen, baggn und zammrichdn doa, wünschten Max und Moritz auch moand der Max und ‘s Moritzla: sich so etwas zum Gebrauch. Su a Zeich meegn mir fei aa. Doch der Bäcker mit Bedacht Der Begg, der ho(u)d si däis scho dengd, hat das Backhaus zugemacht. vur d‘ Baggschduubn had er’s Schluuß highängd. Also will hier einer stehlen, Wüll edz drodzdem oaner klaua, muss er durch den Schlot sich quälen. mou er durchn Schloud si draua. Ratsch! Da kommen die zwei Knaben Radsch! Dou kumma däi zwoa roo, durch den Schornstein schwarz wie Raben. schwadz wäi d’ Krouha, ja sigschd as scho. Puff! Sie fallen in die Kist‘, Wums! Dou fläign s‘ in d‘ Kischdn nei, wo das Mehl darinnen ist. wo as Möl* sulld drinna sei. (* = Mehl) Da! Nun sind sie alle beide ‘s woa(r) aa drinna. Edz san s‘ weiß rundherum so weiß wie Kreide. umadum, i mach kann Scheiß! Aber schon mit viel Vergnügen Obba scho sehng s‘ Breezn läign, sehen sie die Brezeln liegen. däi wölln s‘ edzad aa no kräign. Knacks! – Da bricht der Stuhl entzwei. Gnaggs! – Den Schdöl, den haud’s zamm glei. Schwapp!! – Da liegen sie im Brei. Bladsch! – Edz läign’s scho drin in Brei. Ganz von Kuchenteig umhüllt Mid Kouchadoag san’s umadum. stehn sie da als Jammerbild. Allmächd, wäi schaua s‘ ezad dumm.

Gleich erscheint der Meister Bäcker Glei kummd aa der Maschda Begga und bemerkt die Zuckerlecker. und er sichd die Zuggaschlegga. Eins, zwei, drei! – Eh‘ man’s gedacht Oans, zwoa, drei! – Dou machd er grood sind zwei Brote draus gemacht. Broud draus, wäi’s no koans gebn hod. In dem Ofenglüht es noch – Hobb! – In Uufn is no Hidz. Ruff! – Damit ins Ofenloch. Nei damid als wäi der Blidz! Ruff! – Man zieht sie aus der Glut, Radsch! – Edz zäichd er’s wider raus, denn nun sind sie braun und gut. wal sie schaua guad scho aus. Jeder denkt: Die sind predü! A jeder moand: Däi san gwieß hi! Aber nein, noch leben sie. Obba naa, däi räiern* si. (* = rühren sich) Knusper, knasper! Wie zwei Mäuse Gnuschba, gnaschba, wäi di Mäisli fressen sie durch das Gehäuse. fressn s‘ si durch ihra Haisli. Und der Meister Bäcker schrie: „Allmächd!“, schreid dou der Maschda Begg, „Ach, herrje! Da laufen sie!“ „Däi zwoa Broud, däi laffa weg!“

Dieses war der sechste Streich, Däis woa(r) d‘ segschde Lumberei, doch der letzte folgt sogleich. obba d’ledschde kummd edz glei.





Letzter Streich Ledschde Lumberei

Max und Moritz, wehe euch! Max und Moritz, edz passd’s auf, Jetzt kommt euer letzter Streich! glei seid’s hi, edz gäihd’s glei drauf! Wozu müssen auch die beiden Däi zween Sauboum schneidn glei Löcher in die Säcke schneiden? Lächer in de Sägg grood nei, Seht, da trägt der Bauer Mecke wo der Bauer drächd davuu. einen seiner Maltersäcke. Sigschd as, gscheid schdrengd er si uu. Aber kaum, dass er von hinnen, Aus’n Soog, däis Kurn nausrind fängt das Korn auch schon zu rinnen. und der Bauer mergd däis gschwind. Und verwundert steht und spricht er: Schaugd si’s uu und wunderd si: „Zapperment, dat Ding werd lichter!“ San am End mei Sägg edz hi?

Hei! Da sieht er voller Freude Voller Freid, dou sichd er wen, Max und Moritz im Getreide. Max und Moritz san däis gween. Rabs! – In seinen großen Sack Baggd däi zween na glei ban Kroogn, schaufelt er das Lumpenpack. doud s‘ in Soog und fo(r)d scho droogn. Max und Moritz wird es schwüle, Zwoaraloa däi Boum edz is, denn nun geht es nach der Mühle. wal’s zur Mül gäid, däis is gwieß. „Meister Müller, he, heran! „Maschda Müller, gäih nea her! Mahl er das, so schnell er kann!“ Mahl den Soog, der is fei schwer!“ „Her damit!“ Und in den Trichter „ Her damid! In Drichder nei!“ schüttet er die Bösewichter. Aus is mid der Lumberei! Rickeracke! Rickeracke! In der Mül, a Gwerch gibd’s dou, geht die Mühle mit Geknacke. dass dei Lebn werschd nimmer frouh.

Hier kann man sie noch erblicken, Und su gäihd’s edz, augnblickli fein geschroten und in Stücken. san däi zween blouß kloane Schdiggli. doch sogleich verzehret sie D‘ Gäns, däi sehgn s‘ im Huuf glei draus, Meister Müllers Federvieh. fressn‘s zamm. Däis woar’s und aus.

Schluss Schluss

Als man dies im Dorf erfuhr, Koaner ho(u)d‘s in Durf bedauerd, war von Trauer keine Spur. koaner ho(u)d aa wärgli drauerd. Witwe Bolte, mild und weich, Die ald Boldi moand versengd: sprach: „Sieh da, ich dacht‘ es gleich!“ „Hob i me(r)sch do glei scho dengd!“ „Jajaja!“, rief Meister Böck: „Sigschd as“, schimpfd der Maschda Beck, „Bosheit ist kein Lebenszweck!“ Bäis sei houd im Leben koan Zwegg!“ Drauf, so sprach Herr Lehrer Lämpel: Und wos sachd der Lehrer Lämblein? „Dies ist wieder ein Exempel!“ „Dies ist wieder ein Exemplein!“ „Freilich“, meint der Zuckerbäcker, Und der Begg, der moand dazou:

„warum ist der Mensch so lecker?“ 		„Mid den Schdiehln* is edz a Rouh!“ (* = Stehlen) 

Selbst der gute Onkle Fritze „Freili“, sachd der Onggl Fritz, sprach: „Das kommt von dumme Witze!“ „däis habd’s edz vo eire Widz!“ Doch der brave Bauersmann Fragschd an Bauer, was der kuu, dachte: Wat geiht meck dat an? sachd der: „Wos gäihd mi des uu?“ Kurz, im ganzen Dorf herum Korz, in Därfla no und nauf ging ein freudiges Gebrumm: is a jeder gscheid guad drauf: „Gott sei Dank! Nun ist’s vorbei „Godd sei Dangk, edz is vorbei mit der Übeltäterei!“ mid der Sauboum-Lumberei!“

Nachbemerkungen Die Lausbubengeschichte von Max und Moritz gehört nicht nur in Deutschland zu den volkstümlichsten Dichtungen bei Jung und Alt, sondern ist auch ein Buch, das weltweit in alle Kultursprachen übersetzt ist. Fast jeder bei uns kennt die Streiche der beiden Buben, und so ist es nicht verwunderlich, dass es neben den Fremdsprachenübersetzungen auch viele Übertragungen in die einzelnen deutschen Mundarten gibt, auch auf Fränkisch (Nürnbergerisch und Steigerwaldfränkisch), aber nicht in den hiesigen Dialekt, denn dieser unterscheidet sich doch von den oben genannten nicht unerheblich. Schließlich ist unser Raum ein Übergangsgebiet zwischen Ostfränkisch, Nordbairisch und Schwäbisch, was hier zu einer kleinräumigen Ausprägung führt. So spricht nicht nur ein Raitenbucher anders als ein Trommetsheimer, sondern manchmal unterscheidet sich die Aussprache von Dorf zu Dorf. So wurden mir z. B. für das Wort Kuchenteig (kommt im 6. Streich vor) allein aus dem Verbreitungsgebiet des Weißenburger Tagblatts folgende Varianten mitgeteilt: Kouchadoag, Kouchadoach, Kouchadoig, Kouchadoich, Kougndoag, Kougndoach, Kougndoich und Kougndaach – und vielleicht kennen Sie noch eine neunte oder zehnte Aussprache. So wird nicht nur im westlichen Landkreis das Wort auch als oo gesprochen und im Osten aa, sondern auch bei zahlreichen anderen Wörtern ist es ähnlich. Ich bitte daher um Nachsicht, wenn Sie beim Lesen immer wieder einwenden: „So sagen wir nicht!“, weil die von mir gewählte Variante nicht der Ihres Heimatortes entspricht.

Ein weiteres Problem ist: Es gibt keine verbindliche Rechtschreibung für die Mundart. Die einigermaßen lautgerechte Schreibung erschwert das Lesen, weil man ungewohnte Schriftbilder vor sich hat. So konnte nur ein Kompromiss zwischen tatsächlicher Aussprache und schriftlicher Dialektwiedergabe versucht werden, etwa, dass in Klammern stehende Buchstaben nur andeutungsweise gesprochen werden. Aber jeder Kompromiss bleibt immer auch unzufriedenstellend. Trotzdem hoffe ich, dass Sie viel Vergnügen beim Lesen hatten.