Rainer Messerer

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Rainer Messerer

Rainer Messerer, (* 11. März 1943 in Treuchtlingen), ist ehemaliger Gymnasiallehrer und Politiker in Weißenburg.

Leben

Rainer Messerer besuchte die Volksschule in Treuchtlingen, danach das später Werner-von-Siemens-Gymnasium genannte Gymnasium in Weißenburg, an dem er 1962 das Abitur ablegte. Er studierte an der Universität Erlangen, Fächerverbindung Biologie/Chemie für das Lehramt an Gymnasien; 1. Staatsexamen 1967, Vorbereitungsdienst am Dientzenhofer-Gymnasium in Bamberg, 1969 2. Staatsexamen, danach Lehrer am Werner-von-Siemens-Gymnasium Weißenburg (zum Schluss Studiendirektor). Er heiratete Ulrike Lenz, Gymnasiallehrerin für Chemie und Sport. Der Ehe entstammen zwei Söhne und eine Tochter. Rainer Messerer wohnt heute in Weißenburg-Hattenhof.

Wirken

Messerer trat 1971 in die SPD ein und wurde wenig später Juso-Kreisvorsitzender. Von 1972 bis 2002 gehörte er dem Kreistag Weißenburg-Gunzenhausen an und war bis 1978 SPD-Fraktionsvorsitzender. Von 1978 bis 2002 war Messerer außerdem Weißenburger Stadtrat. 1978 wurde er Mitglied des Bayerischen Landtags (nachgerückt für den verstorbenen Abgeordneten K. Adelmann), wurde 1982 wiedergewählt und gehörte dem Landtag bis 1986 an und nochmals kurz vom 9. Oktober 1990 bis 12. Oktober 1990 (Ersatzmann für den verstorbenen Abgeordneten G. Hefele). Anfangs wirkte er im Petitionsauschuss und ab 1979 im Landwirtschaftsausschuss. 1982 wurde Messerer schulpolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion und war Mitglied im Ausschuss für kulturpolitische Fragen. Von 1984 bis 1990 war er der Weißenburger SPD-Ortsvorsitzender und von 1990 bis 1994 SPD-Kreisvorsitzender.

Darüber hinaus war Rainer Messerer von 1980 bis 1993 Kreisvorsitzender der Arbeiterwohlfahrt (Awo). In dieser Zeit konnten durch ihn eine Hausaufgabenbetreuung und ein mobiler Hilfsdienst für ältere Menschen eingerichtet werden. Außerdem war er bis 27. März 1980 Gefängnisbeirat der Strafanstalt Nürnberg.

Nach dem Studium trat Messerer in den Gymnasialschuldienst ein, setzte während seiner Landtagstätigkeit aus und kehrte 1987 in den Schuldienst zurück, zunächst nach Eichstätt und ab 1988 wieder an das Werner-von Siemens-Gymnasium in Weißenburg. Dort bekleidete er 15 Jahre das Amt des Kollegstufenbetreuers. Der beliebte Lehrer war auch ein geschätzter Berater der Schulleitung.

Als begeisterter Sportler war er schon als Schüler in der Leichtathletikabteilung des Treuchtlinger Sportvereins aktiv und von 1968 bis 1978 Abteilungsleiter. Auch führte er von 1978 bis 1988 die Volleyballabteilung des damaligen TV 1860 Weißenburg.

Würdigung

2007 Auszeichnung mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande "für beispielhaftes Engagement im politischen, kommunalen und sozialen Bereich".

Quellen

  • Robert Renner im Weißenburger Tagblatt vom 11. März 2013
  • Parlamentsdatenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte
  • Auskünfte von R. Messerer an den Verfasser Ulf Beier

Weblinks