Karl Franz Leppa

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Karl Franz Leppa (Quelle: Wikipedia)

Karl Franz Leppa (* 28 Januar 1893 in Budweis in Südböhmen, † 13. August 1986 in Weißenburg) war ein deutschböhmischer Schriftsteller.

Leppa stammte aus einer Lehrerfamilie. Sein eigenes Leben war zum einen durch das in der damals deutschen Sprachinsel Budweis geprägt, die im Jahre 1900 noch eine knappe deutsche Mehrheit hatte und bis 1918 den Bürgermeister stellte. Zum anderen wurde Leppa durch das dörfliche Leben in den deutschen Schulorten der Umgebung entscheidend beeinflusst, in denen sein Vater Dienst tat.

So erlebte Leppa den sogenannten Volkstumskampf hautnah mit. Leppa studierte in Prag und Wien. Als Lyriker, Erzähler, Mundartdichter und Verfasser kultur- und heimatpolitischer Arbeiten über Böhmen und die Sudetendeutschen war er auch (Mit-)Herausgeber verschiedener Sammelwerke und literarischer Zeitschriften. Er kam nach der Vertreibung 1946 nach Suffersheim und lebte hier bis 1953, danach bis 1961 in Weißenburg. Später siedelte er nach Nürnberg um, kam aber 1983 bis zu seinem Tode wieder nach Weißenburg zurück.

1931 erhielt er den Staatspreis der Tschechoslowakei für deutsche Literatur. Viele seiner Gedichte sind auch ins Tschechische übersetzt worden.[1]

Ehrungen

Auf Vorschlag des damaligen Weißenburger Oberbürgermeisters Reinhard Schwirzer wurde am 27. Mai 1992 ein Weg in Suffersheim, der Leppaweg, nach Karl Franz Leppa benannt.

Der Leppaweg hieß im Volksmund auch Frankersgassla nach dem Hofnamen Frank, Leppaweg 6, heutiger Besitzer Loy. Der Name Frank ist auf dem Hof seit 1744 nachweisbar.[2]

Literatur

Eine ausführliche Würdigung verfasste der ehemalige Weißenburger Oberbürgermeister Reinhard Schwirzer: Karl Franz Leppa - ein vergessener Autor aus Böhmen. In: villa nostra - Weißenburger Blätter für Geschichte, Heimatkunde und Kultur von Stadt und Weißenburger Land. Heft 1/1992, S. 5-12.

Wilhelm Formann: Sudetendeutsche Dichtung heute, München 1961, S. 66

Weblinks

Fußnoten

  1. BEIER Ulf: Von der Höll- zur Paradeisgasse, Straßen- und Wohnstättennamen in Weißenburg, 2. Auflage, Weißenburg 2000, S. 90
  2. BEIER Ulf: Von der Höll- zur Paradeisgasse, Straßen- und Wohnstättennamen in Weißenburg, 2. Auflage, Weißenburg 2000, S. 161